Vorstellung: „Ozeanien 3 – Ab in den Dschungel!“.

Ozeanien_3Zum dritten Mal nach 2014 und 2015 hat die Supermarktkette Netto (die mit dem Hund im Logo, nicht der „Marken-Discount) ein Sammelalbum unter dem Titel „Ozeanien“ veröffentlicht. Zu sammeln gibt es 108 Karten mit Tieren. Nach „In 8 Wochen durch Ozeanien“ und „Ozeanien 2 – Wir tauchen auf!“ heißt es nun „Ozeanien 3 – Ab in den Dschungel!“. 2011 gab es auch mal ein Album der österreichischen Supermarktkette Merkur mit dem Namen „In 80 Tagen durch Ozeanien“, das wurde aber nie fortgesetzt.

Name: Ozeanien 3 – Ab in den Dschungel!
Publisher: Netto / ASS Altenburg
Release (Ö): 25. Juli 2016
Cards: 108

Erhältliche Produkte:
Album – 2,99 Euro
Tüten (mit vier Cards) – 50 Cent
Gratis-Tüten (mit vier Cards) – pro 10 Euro Einkaufswert
Sammelbox – 1,99 Euro

Aufbau der Sammlung:
001-009 Amazons-Regenwald
010-018 Nationalpark Corcovado
019-027 Dominica
028-036 Sinharaja-Regenwald
037-045 Papua-Neuguinea
046-054 Taman Negara
055-063 Kongobecken
064-072 Tai-Nationalpark
073-081 Nationalpark Sapo
082-090 Gondwana-Regenwald
091-099 Kakadu-Nationalpark
100-108 Daintree-Nationalpark

Die 108 Cards zeigen fast ausschließlich Tiere, die in den entsprechenden Regionen leben. Vom Amazonasdelfin über den Wickelbär aus Costa Rica bis zum australischen Emu. Ausnahme sind fünf Cards mit dem Netto-Maskottchen Scottie und eine mit einer Meerjungfrau. 18 der 108 Karten haben zudem einen Glitzer-Effekt. Sie sind allerdings nicht viel seltener als normale Cards. In meinen 41 Tüten mit 164 Cards hatte ich 21 Glitzer-Karten. Das entspricht 13%. Wären die Glitzer-Cards exakt so häufig wie die normalen, hätte ich 17% bekommen müssen. Kein großer Unterschied. Dennoch tauschen viele Leute auf Online-Tauschplattformen Glitzer nur gegen Glitzer – so dass einem oft nichts anderes übrig bleibt, als das gleichte zu tun, um sein Album voll zu bekommen.

Ozeanien_3_CardsNormale Cards mit einem Ameisenbär und einem Spirobolus – sowie in der Mitte eine Glitzerkarte mit einem Tiger

Hergestellt wurden die „Ozeanien 3“-Karten von der Spielkartenfabrik Altenburg, die seit Jahren mit Supermarkt- und Produkt-Sammelaktionen unterwegs sind. 2016 traten sie schon mit der österreichischen Merkur-Sammelaktion „Wilde Familienbande“ und der Kollektion zum Toilettenpapier(!)-Maskottchen Milla in Erscheinung. Die ASS-Karten haben dabei immer das gleiche (Spielkarten)-Format, das etwas kleiner ist als herkömmliche Trading Cards. Zudem sind sie auch etwas dünner. Zu bekommen sind sie vom 25. Juli bis zum 17. September bei Netto – gratis beim Einkauf von mindestens 10 Euro, sowie zusätzlich auch zum Kaufen.

Fazit: Das dritte „Ozeanien“-Album folgt dem identischen Konzept der beiden ersten. Alles ist so wie vor einem bzw. zwei Jahren. Die Alben sehen ähnlich aus, das Layout der Karten ist fast identisch. Allmählich stellt sich Langeweile beim Sammeln der Tiere ein. Daher ist zu hoffen, dass Netto die Marke „Ozeanien“ allmählich begräbt und 2017 eine etwas überraschendere Sammelaktion startet.

Vorstellung: „Der große Sammelspaß mit Milla“.

Sammelspaß_mit_Milla_AlbumAus der Abteilung skurrile Kollektionen stammt diese hier: Seit April finden sich in – Achtung – Toilettenpapier-Packungen der Firma Regina Sammelkarten. Abgebildet sind Figuren aus „Millas Welt“. Milla ist eine Ameise und seit Jahren Maskottchen der Toilettenpapier-Marke. Es gibt eine eigene Website und nun eben auch eine eigene Sammelkarten-Serie.

Name: Der große Sammelspaß mit Milla
Publisher: Regina / ASS Altenburger
Release (D): 1. April 2016
Cards: 48

Erhältliche Produkte:
Tüten (mit vier Karten) – beigelegt in Toilettenpapier-Packungen mit 8 oder 16 Rollen
Sammelalbum – 1,99 Euro (nur via millasshop.de erhältlich)

Aufbau der Sammlung:
01-08 Milla
09-10 Gil G
11-12 Felix Fantasie
13-14 Ludwig Lacher
15-16 Kalle Kleckerling
17-18 Scarlett Superstar
19-20 Ellen Energy
21-22 Lydia Luxus
23-24 Anja Aerobic
25-26 Dirk Denker
27-28 Kenny Kraftprotz
29-30 Sebastian Super
31-32 YamYam
33-34 Andrea Anders
35-36 Gerd Grins
37-38 Robert Maulwurf
39-40 Florian Flug
41-44 Am Ei Se
45-48 Tinchen & Tobby Turbulent

Hergestellt wurden die Karten und das Album von der Spielkartenfabrik Altenburg (ASS), die schon des Öfteren in der Sammelszene aufgetaucht ist – zuletzt z.B. in Österreich mit den Merkur-Karten „Wilde Familienbande„. Die „Milla“-Karten fühlen sich daher eher so an wie Spielkarten und nicht wie echte Sammelkarten. Es lässt sich mit ihnen auch Quartett spielen. Die Qualität ist aber ordentlich – und mit der Nummer 1 gibt es auch eine besondere Glitzerkarte.

Sammelspaß_mit_Milla_CardsMilla in der Glitzer-Variante, Ludwig Lacher, sowie Tinchen & Tobby Turbulent

Zum Thema „Millas Welt“ kann ich nicht viel sagen, da ich in der Regel andere Toilettenpapiermarken kaufe. Ob „Milla“ also tatsächlich bekannt bei Kindern ist – keine Ahnung.

Fazit: Ordentlich produzierte Kollektion mit Album in guter Qualität. Dennoch höchstens für Sammler mit Kindern und Perfektionisten interessant.

Vorstellung: „Wilde Familienbande“.

Wilde_FamilienbandeDie österreichische Supermarktkette Merkur – gehört zu Rewe – bringt schon seit einigen Jahren regelmäßig Sticker- und Cards-Kollektionen heraus. Neueste Serie: die Sammelkarten „Wilde Familienbande“. Dabei handelt es sich um Cards mit wilden Tieren, ergänzt um ein paar Cards (und Sticker) zum Disney-Klassiker „Das Dschungelbuch“.

Zu bekommen sind die Karten exklusiv bei Merkur. Für jeden Einkauf von 10 Euro bekommt der Kunde ein Tütchen mit vier Karten, zudem lassen sich Tüten auch für 49 Cent kaufen. Die Aktion läuft seit dem 31. März.

Name: Wilde Familienbande
Publisher: Merkur / ASS Altenburg
Release (Ö): 31. März 2016
Cards: 180 (plus 36 Sticker, die jeweils auf einer der 180 Cards kleben)

Erhältliche Produkte:
– Album – 2,99 Euro
– Tüten (mit vier Cards) – 49 Cent
– Gratis-Tüten (mit vier Cards) – pro 10 Euro Einkaufswert

Aufbau der Sammlung:
001-180 Cards mit wilden Tieren und aus dem Film „Das Dschungelbuch“
01 ST-36 ST Sticker zum „Dschungelbuch“. Sie kleben auf 36 der Karten und können in das Album eingeklebt werden

Internationale Sammler werden Album und Cards an die belgische Kollektion „Mijn Dierenpark“ bzw. „Mon Parc Animalier“ erinnern. Sie gab es im Sommer 2015 in einer ähnlichen Aktion in der Supermarktkette Delhaize. Um einen Zufall handelt es sich dabei nicht, denn beide Kollektionen stammen vom selben Hersteller. Die österreichischen Karten hat die thüringische Spielkartenfabrik ASS Altenburg hergestellt, für die belgische Serie ist die ASS-Mutter Cartamundi verantwortlich. Die Tier-Karten haben das gleiche Konzept – Mutter, Vater und Kind einer Tierart -, das Layout wurde aber geändert.

„Mijn Dierenpark“ war damals noch wesentlich umfangreicher. So gab es 208 Karten, darunter 52 so genannte „Paspoorts“ mit näheren Infos über die jeweilige Tierart. Außerdem gab es noch 132 Sticker, die allerdings nicht in das Album eingeklebt wurden. Die Besonderheit bei „Wilde Familienbande“ sind die 36 Sticker-Cards. Dabei handelt es sich um die 36 Karten mit Motiven aus dem Disney-Klassiker „Das Dschungelbuch“ (NICHT aus der Neuverfilmung „The Jungle Book“, die in dieser Woche ihre Premiere feiert). Auf den 36 Cards sind jeweils Sticker aufgeklebt, die man von der Karte abziehen und in das Album einkleben kann. Nachteil: Da die Sticker kleiner als die Karten sind, wird beim Abziehen meist eine Ecke des Stickers leicht beschädigt.

Wilde_Familienbande_Cards„Dschungelbuch“-Karten mit (links) und ohne (Mitte) Sticker, sowie eine „normale“ Tier-Karte (rechts)

Sehr negativ ist mir die Verteilung der Karten in den Tüten aufgefallen. Ich habe mir aus Österreich 50 Tüten besorgt – mit insgesamt 200 Karten. Dennoch fehlen mir nun noch 72 der 180 Karten. Vor allem die Sticker-Karten wurden miserabel in die Tüten verteilt. Von den 50 dieser Karten (in jeder Tüte findet sich eine der Sticker-Karten) waren nur 11 (!) unterschiedlich. Die restlichen 39 waren Doppelte. Einige habe ich jetzt sechsmal doppelt, obwohl mit noch 25 der 36 fehlen. Unschön.

Fazit: Solide Supermarkt-Sammel-Kollektion mit wertigem Album, aber miserabler Verteilung der Karten in den Tüten.